»Asoziales und gestörtes Verhalten«

Seit Anfang des Jahres ist in Österreich ein neues Pyrotechnikgesetz in Kraft, das den Gebrauch von Feuerwerkskörpern aller Art bei Sportveranstaltungen unter massive Strafe stellt. Es trifft die organisierten Fußballfans, denn im Wintersport gilt Pyrotechnik als Ausdruck toller Stimmung.

Selten hat man die verschiedenen Ultra-Gruppen Österreichs in solcher Eintracht erlebt. Selbst die verfeindeten Fangruppierungen von Austria Wien und Rapid Wien zeigten sich im Vorfeld des großen Wiener Derbys in ungewöhnlicher Harmonie: »So sehr wir uns auch hassen, was das neue Pyrotechnikgesetz betrifft, müssen wir einfach zusammenhalten. Unsere Liebe zur Ultra- und Fan-Bewegung ist größer als der gegenseitige Hass«, sagt Sebastian, Sprecher der Faninitiative »Pyrotechnik ist kein Verbrechen«, im Interview mit der österreichischen Tageszeitung Der Standard. Warum versetzt das neue Gesetz die organisierten Fans derart in Rage?