Stellungnahme der Initiative [Georg Pangl]

Die Verzweiflung, Ohnmacht, Angst und Perspektivlosigkeit in ihrem Anliegen dokumentieren die Befürworter der Novelle zum Pyrotechnikgesetz und jene, die dazu gezwungen werden es zu befürworten, mit ihren abstrusen Kommentaren immerwährend. Fast schon dilettantisch anmutend kommentiert Bundesliga-Vorstand Georg Pangl, dass man der Initiative Herr werden könnte, indem man ihr die Öffentlichkeitswirksamkeit durch Boykottieren der Berichterstattung entzieht.

In voller Fahrt bezichtigt Pangl in der Folge alle Freunde der Pyrotechnik eines „gestörten Verhaltens“ und versucht die aktiven Fans mit gezielten Lügen und Bezeichnungen wie „schwarze Schafe und Trittbrettfahrer, die den Fußball für ihr asoziales Verhalten missbrauchen“ in den Dreck zu ziehen.

Journalismus per se ist ein diskussionswürdiger Begriff, der in den letzten Jahren dermaßen ad absurdum geführt wurde, dass man qualitativen und seriösen Journalismus eindeutig von den Schmierfinken trennen muss, die nun hauptsächlich Ausschreitungen, Gefahrenszenarien, Kriminalität und Gewalt in die Kurven hineininterpretieren. Jedoch ist es wirklich ein wohl noch selten zuvor gesehenes Novum, dass eine völlig friedliche, von einer breiten Basis der Stadionbesucher getragene und landesweit vernetzte Initiative schon im Ansatz zu diskreditieren versucht wird.

Für uns zeigt sich nun auch schon von Anfang an auf, welchen Weg wir einschlagen müssen – jenen, für den Fußballfans organisierter Couleur bekannt sind. Vielleicht finden wir im Zuge dieses gemeinsamen Kampfes selbst zu längst vergessenen Werten. Ehrlichkeit in der Weitergabe der Information, Begeisterung und Herzblut im aufopfernden Kampf für Gerechtigkeit und innovative Ideen, damit das konkrete Ziel der Entkriminalisierung verwirklicht werden kann.

Das erste Wochenende der gemeinsamen Aktivitäten zeigt eindeutig, dass die Öffentlichkeitsarbeit unserer Initiative Früchte trägt. Informiert in eurer Stadt und in eurem Bekanntenkreis weiterhin über die Unverhältnismäßigkeit der Gesetzgebung und lasst nicht zu, dass Leute wie Georg Pangl, die von Fankultur genauso viel Ahnung haben wie die zuständigen Personen, die bei der Ausarbeitung des Gesetzes und vielmehr ihrer Anwendung auf das Fußballstadion ihre Ahnungslosigkeit dokumentiert haben, unser Anliegen mit Aussagen torpedieren, die in einer Gesellschaft der mündigen Bürger und des freien Geistes nicht viel verloren haben.

Den objektiven Journalisten gilt weder unser Dank, noch unsere Verbeugung, lediglich der Verweis auf ihre Pflichten und ihren Berufsethos sollten für sie Ansporn genug sein auch weiterhin auf diesen gewaltfreien und essentiellen Kampf der organisierten Fanszenen zu verweisen, ihn zu beleuchten und zu dokumentieren, denn unsere Kurven stellen einen letzten drastischen Unterschied zu den farblosen und aussterbenden Kurven in einigen europäischen Staaten dar, zu welchen sie das Ministerium machen will.

Auch wenn das einzige Argument der Befürworter jenes ist, dass es bereits vor der Novelle verboten war – es war so, ist so und es wird immer so bleiben…

…PYROTECHNIK IST KEIN VERBRECHEN!